Interview mit dem NähPark
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| Bildquelle: Mäde! by Kasia |
Nah, stickt Ihr schon? Oder stickt Ihr schön?
Heute
präsentieren wir Euch den ersten Beitrag der Stickserie. Ziel dieser
Beiträge ist Euch an einem Ort viele Informationen zum Thema Sticken,
und und "wie kann ich besser sticken" anzubieten. In dieser Serie werdet
Ihr viele wertvolle Informationen zum Thema Stickmaschinenwahl, Vliese,
Nadeln, Garne und co erhalten. Wir werden Euch die viele Arten der
Stickereien ein wenig erklären und dabei viele Tipps geben damit Eure
Stickereien immer gelingen. Wir werden Euch erklären warum eine
Stickdatei nicht eine Sticktdatei ist, und warum die best digitalisierte
Designs mit Küchenkrepp oder Babytüchern oder falschen, Nadeln, Garn
und Spanung auch auf den besten Maschinen nix werden können.
| Bildquelle: Mäde! by Kasia |
Bei der Empfehlung von Stickmaschinen
versuchen wir durch verschiedene Fragen die Wünsche, Erwartungen und
die bisherige Ausstattung in Erfahrung zu bringen.
Die Frage „Kombi ja/nein“ ist
dann die erste Grundsatzfrage.
Grundsätzlich kann man sagen, dass aus
technischer Sicht absolut nichts gegen eine kombinierte
Näh-/Stickmaschine spricht. Sowohl die Qualität beim Nähen, als
auch die Eignung zum Sticken ist bei Kombigeräten generell gegeben,
sofern die Maschine eine solide Grundkonzeption hat. Die
grundlegenden mechanischen Anforderungen beim Nähen und Sticken an
die Maschine sind identisch, beim Sticken kommt nur noch die
Ansteuerung des Stickmoduls als Funktion dazu. Anzumerken ist dabei
lediglich, dass eine Maschine nur durch besonders intensives Sticken
aufgrund der deutlich höheren Stichzahl mechanisch mehr belastet
wird als nur durch das Nähen. Insofern sind Kombimodelle gerade für
Einsteiger, die noch keine passende Nähmaschine haben, eine gute und
vernünftige Wahl.
Wer bereits eine Nähmaschine im
Einsatz hat, mit der sie/er zufrieden ist, für den ergibt sich meist
der Wunsch nach einer Ergänzung durch eine zusätzliche
Stickmaschine. Für eine separate Stickmaschine spricht insbesondere
die Tatsache, dass man damit effektiver arbeiten kann, weil ein
Stickvorgang die Nähmaschine nicht blockiert, d.h. während des
Stickens steht die Nähmaschine für andere Arbeitsvorgänge bereit.
Auch ein Argument für eine Stickmaschine als Ergänzung zur
Nähmaschine ist die leichtere Weiterentwicklung, wenn man im Laufe
der Zeit höhere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit beim Sticken
hat. Dann lässt sich der „Aufstieg“ in eine höhere
Modellkategorie finanziell einfacher bewältigen.
Zusammengefasst:
Für die Kombimaschine spricht:
-
geringerer Platzbedarf
-
schnelle Einarbeitung in die Maschinentechnik
-
für Einsteiger oft besonders geeignet
-
Preisvorteil im Vergleich zu zwei Einzelgeräten mit gleich guter Ausstattung
Für eine Lösung mit einer Nähmaschine
und zusätzlicher Stickmaschine spricht:
-
effektiveres Arbeiten
-
individuelle Anforderungen/Wünsche an die Nähmaschine und Stickmaschine sind besser realisierbar, man kann einen Schwerpunkt setzen
-
leichteres „Upgrade“ beim Wechsel in eine höhere Maschinenkategorie
Die nächste Frage (aus Kundensicht)
besteht meist in der Wahl der „richtigen“ Marke...
Diese Frage
lässt sich in keinem Fall seriös mit einer eindeutigen Aussage
beantworten, da es bei jeder Marke ganz unterschiedliche Modelle mit
speziellen Eigenheiten und Schwerpunkten gibt. Die Marken haben zwar
in gewisser Weise schon bestimmte Grundwerte, die manchmal
kaufentscheidend oder auch ein Ausschlussgrund für die Marke sein
können, aber wir halten die Auswahl über die Marke meist nicht für
den richtigen Einstieg. Trotzdem kann man die verschiedenen Marken
ein wenig charakterisieren.
Wer tendenziell „Premiumqualität und
-technik“ sucht, für den bieten unserer Meinung nach insbesondere
die Marken Bernina, Brother, Janome, Husqvarna-Viking und Pfaff ein
interessantes Portfolio – die Bernette-, Carina-, Singer- oder gar
W6-Modelle stehen z.B. dagegen mehr für relativ „günstige“
Preise, wobei man sich dann bewusst sein muss, dass die Gefahr nach
unserer Erfahrung einfach weitaus höher ist, unzufrieden zu sein und
ein zweites Mal kaufen zu müssen, um die gewünschte Leistung zu
haben. Die eierlegende Wollmilchsau, bei der perfekte Nähleistungen,
optimales Sticken und gleich dazu noch ein gigantisches Softwarepaket
für ein paar hundert Euro zu haben sein sollen, tja, das gibt es
unserer Meinung nach leider nicht. Auch wenn das Marketing oft
anderes behauptet. Die Aussage von Singer beispielsweise, dass eine
Futura XL 420 ein „professionelles“ Gerät zum Nähen, Sticken
und sogar noch Quilten sein soll … hmm, da beschleichen einem doch
so manche leise Zweifel.
Also wäre ein anderer Einstieg für
die Kaufentscheidung sicher sinnvoller – und zwar die Frage nach
der passenden Modellkategorie. Hier unterscheiden wir zwischen
den Einstiegsmodellen, den darüber angesiedelten
„Mittelklasse“ - Maschinen und den Premium-Modellen für gehobene
Ansprüche in Bezug auf Leistung, Komfort, Stickqualität … und
auch manche Spaß- und Luxusfaktoren. Am oberen Ende der Preisskala
finden sich dann noch die verschiedenen Mehrnadel-Modelle, die zwar
durchaus noch von dem einen oder anderen Hobbysticker eingesetzt
werden, aber zumeist doch dem gewerblichen Einsatz vorbehalten
bleiben.
Oft trifft man bei der Wahl der
richtigen Modellkategorie auf den Vorbehalt, dass die teureren
Maschinen „schwerer zu bedienen“ sein sollen oder „viele
unnütze Funktionen“ beinhalten. Das sehen wir jedoch anders, weil
man den Komfort vieler Funktionen in der Praxis erst zu schätzen
lernt und viele besser ausgestattete Modelle dem Anwender (und gerade
dem unerfahrenen Einsteiger!) vieles abnehmen und schneller zum
Erfolg führen. Und für den Fortgeschrittenen oder Profi ist ein
gewisses Funktionsspektrum später unverzichtbar. Wer also ein wenig
mehr investiert, der erhält auch tatsächlich mehr Effektivität,
mehr Leistung und damit auch mehr Spaß und Erfolg.
Einstiegskategorie
Hier konzentriert sich das aus unserer
Sicht empfehlenswerte Produktsortiment vorrangig auf Brother-Modelle,
z.B. die Innov-is 90e als Stickmaschine oder die Innov-is 955 als
Kombigerät. Diesen Modellen gemeinsam ist der Stickbereich 10 x 10
cm. Das ist zwar in der Tat relativ klein im Vergleich zu den
teureren Modellen, wir halten aber dennoch, gerade bei der
Unsicherheit für Neueinsteiger oder bei kleinem Budget für eine
gute Wahl! Man kann qualitativ einwandfrei arbeiten, hat auch in
diesem Stickbereich sehr viele kreative Möglichkeiten – und wenn
man sich im Hobby weiterentwickeln will oder merkt, es macht doch
nicht den erwarteten Spaß, dann hat man nur geringe finanzielle
Einbußen, da diese Modelle relativ problemlos privat weiterverkauft
werden können oder beim Händler in Zahlung genommen werden.
Die Mittelklasse
Obwohl Brother mit den Stick-Modellen
Innov-is 750e, der neuen Innov-is 800e und den Kombigeräten Innov-is1250 und 2600 auch hier sehr gut aufgestellt ist, finden sich auch
sehr gute Alternativen, beispielsweise die Janome 350e als
Stickmaschine oder (als Kombigeräte) die attraktiven neuen
Topaz-Modelle von Husqvarna-Viking (Topaz 25, 40 und 50), die PfaffCreative 3.0 oder die Janome Horizon 9900. Jedes dieser Modelle hat
spezielle Vorzüge – da ist qualifizierte Beratung des Händlers
gefragt, um das passende Modell zu wählen. Die maximale Stickfläche
(ab 13 x 18 cm) aufwärts ist zwar schon deutlich unterschiedlich,
meist aber schon ausreichend, sodass auch viele andere Qualitäten
für die Modellwahl entscheidend sein können.
Premium-Modelle
Hier gibt es tolle Funktionen,
gigantische Stickflächen, geniale Bedienungskonzepte und
erstklassige Stickleistungen. Als reine Stickmaschine hält sich hier
die Konkurrenz in Grenzen, dieser Bereich gehört ganz allein der
Brother V3 – ein geniales Teil! Bei den Kombigeräten erhält der
User dann zusätzlich zu der Premium-Stickqualität hervorragende
Näheigenschaften. Wer sich beispielsweise für eine Bernina derSerie 7 oder Serie 8, eine Brother der V-Serie oder gar die neue
Brother XV, eine Janome Horizon 12000 oder 15000, die Husqvarna Ruby
oder Diamond oder eine Pfaff Creative 4.5 oder Creative Sensation Pro
entscheidet – der hat in jedem Fall ein begeisterndes Hightechgerät
vor sich stehen, das nicht nur viel verspricht, sondern auch sehr
viel hält. In diesem Bereich gilt noch mehr, dass man sich einen
Händler suchen soll, der diese Modelle nicht nur vom Hörensagen
kennt, der nicht nur eine einzige Marke im Sortiment hat – und zu
dem man Vertrauen hat, dass er bei Fragen und Problemen auch mit
eigenen Erfahrungen dienen kann.
Fazit:
Schon im Einsteigerbereich gibt es attraktive Modelle, die viele kreative Möglichkeiten eröffnen. Für intensive Nutzung sollte man zumindest ein Mittelklasse-Modell wählen, da nicht nur der Funktionsumfang, sondern auch die mechanischen Qualitäten einfach mehr bieten. Nicht blenden lassen sollte man sich von Versprechungen, die beste Stickleistung, tolle Softwarepakte oder sehr gute Näheigenschaften zum Minimalbudget versprechen – bei diesen Angeboten ist die Freude oft nur sehr kurzer Natur.
Schon im Einsteigerbereich gibt es attraktive Modelle, die viele kreative Möglichkeiten eröffnen. Für intensive Nutzung sollte man zumindest ein Mittelklasse-Modell wählen, da nicht nur der Funktionsumfang, sondern auch die mechanischen Qualitäten einfach mehr bieten. Nicht blenden lassen sollte man sich von Versprechungen, die beste Stickleistung, tolle Softwarepakte oder sehr gute Näheigenschaften zum Minimalbudget versprechen – bei diesen Angeboten ist die Freude oft nur sehr kurzer Natur.
So das war erst mal genugfür heute... und weil der NähPark so fleißig war.. gibt es den 2. Teil vom Interview in 2 Tagen.
Herzlichen Dank an des Maschinen-Spezialisten-Team vom
Bis dahin getreu nach unserem neuen Motto...
Liest Du noch oder Stickst Du schon ☺
Alles Liebe




Uih, dann spare ich schon mal für mein Weihnachtsgeschenk ;-).
AntwortenLöschenWow. Genau so eine dichte Info habe ich mal gebraucht. Vielen Dank! Bei mir wird es sicher noch dauern, bis ich mal das Kleingeld investiere :) aber jetzt habe ich endlich das Gefühl, dass es doch eine ungefähre Übersicht über die Modelle und ihre Tauglichkeit gibt. Yippieh!
AntwortenLöschenDiese Idee von euch finde ich wirklich toll und ich freue mich bereits auf "mehr"!
AntwortenLöschenLG,
Sabine
Liebes Stoff & Liebe team,
AntwortenLöschenes gibt keine Zufälle ....
Ich habe mir vor zwei Wochen ein Schweinderl zugelegt und es wird täglich gefüttert- unglaublich, wie gefräßig das kleine Ding doch ist! Und wählerisch auch- nur zwei Euro Münzen will es. Aber ich freue mich trotzdem, dass ich es habe- mein Stickmaschinesparschweinderl :)))
Danke für den tollen Post, freue mich schon auf den nächsten.
Liebe Grüße
Magdalena
ich kann nur aus erfahrung sprechen, die pfaff hat mich nicht überzeugt. nach 4 wochen wieder verkauft.
AntwortenLöschenhabe 8 monate mit der janome 12000 gearbeitet...es war ein traum.
nun steht die 12000 hier zum verkauf weil ich seit dez.14 die Janome 15000 in gebrauch habe.
und es ist ein ferrari lässt keine wünsche offen - super gutes schnelles sauberes kompetentes arbeiten. gute bedienbarkeit - ich habe keinen offenen wunsch mehr bezüglich meiner maschinen <3
LG Ti - na - del
Hallo,
AntwortenLöschenSuper Artikel, mit dem Anfängern einen sehr guten Überblick über den Markt bekommen. Die Kaufentscheidung fällt einem leichter, wenn man gewisse Grundkenntnisse hat. Vielen Dank für die Arbeit.
Gruss
Sindy
Ganz lieben Dank für diesen kompakten und dennoch sehr aussagekräftigen Artikel - eine tolle Hilfe!!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Susanne
Toller Beitrag! Suuper hilfteich!! Vielen lieben Dank!!
AntwortenLöschenwas sagt Ihr denn zu dem neuen Sticktisch von w6? der hat den 10x10 UND 13x18-rahmen und kann mit verschiedenen nähmaschinen von w6 (alle computergesteuerten aktuellen modelle) genutzt werden.
AntwortenLöschenHmmmm.... Ist die Janome 12000 noch zu haben?��
AntwortenLöschenIch habe mich durchs Internet und dabei die verschiedensten Meinungen bei den Brother innovis-Modellen gelesen, auch von Problemen. Wer weiß denn nun wie empfindlich die einzelenen Modelle bei den Näh -, Stickgarnen und Unterfäden sind ? Welche schluckt alles ? Oder wie ist das bei den Nadeln?
AntwortenLöschenInteressant für mich wären dabei die V 3 , V5 und V 7 Modelle, da ich gerne nicht nur nähen, sondern damit auch Stickmustern machen würde. Oder wäre eine reine Stickmaschine besser. Ich möchte mich damit in meinem Nähzimmer aufhalten und nicht in der Reparaturwerkstatt.
Habe mir vor kurzem die Brother Innovis V3 gekauft, mit dem PE-Plus Design, bin sehr zufrieden. Aber wie es so ist, jetzt habe ich mich schon geärgert, hätte lieber die Innovis XV. Wer weiß, vielleicht kaufe ich sie mir doch noch und schenke die andere meiner Tochter, sie fängt gerade erst an zu nähen und hat Spaß daran. Bin eh ein Näh-und Stickmaschinenjunkie, ist halt mein Hobby, kann mich auch nicht so schnell von den Maschinen trennen, verschenk sie lieber in gute Hände, meine Tochter und Schwiegertochter haben sich jedenfalls darüber schon gefreut. Bin auch immer Stammgast auf dem Holland-Stoffmarkt in Hannover.
AntwortenLöschenEin wirklich sehr ausführlicher Bericht, der viele Informationen bietet! Ich möchte mir bald eine neue Nähmaschine mit Stickfunktion kaufen und werde deinen schönen Artikel in jedem Fall beim Kauf zu Hilfe nehmen. Mit der Firma Brother habe ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Ich habe selbst eine Overlock von Brother und bin mit der Qualität sehr zufrieden. Bei diesem Hersteller gefällt mir besonders, dass die Bedienungsanleitung sehr ausführlich ist. Mir wurde sogar eine DVD-Anleitung mitgesendet. Weißt du ob die Brother Innov-is 90e auch so eine im Lieferumfang hat? Sonnige Grüße!
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